Die Investitionssumme steht im Angebot, die Betriebskosten entscheiden über die Amortisation. Zwischen beiden liegt eine Lücke: Für die Verbrauchsseite fehlt im Rechenblatt meist die zweite Spalte. Diese Lücke lässt sich mit fünf Positionen schließen – Reinigungsmittel, VE-Wasser, Energie, Rüstzeit und Stillstand.
CHUANGQI nennt im Datenblatt Verbrauchswerte, nicht nur Abmessungen. Für die Inline-Reinigungsanlage CQ-C9610 nennt das Datenblatt 1,0–2,5 L Reinigungsmittel pro Stunde, einen VE-Wasser-Zulauf von 1,0 m³/h und eine Anschlussleistung von rund 130 kW. Bei der Kammeranlage CQ-C743 sind es etwa 28 kW und 0,5 m³/h. Das sind Werte unter Nennlast und keine Rechnung für Ihre Baugruppe – aber sie zeigen, welche Positionen die Amortisationszeit verschieben und welche nicht.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Fünf Positionen bestimmen die Amortisation: Reiniger, VE-Wasser, Energie, Rüstzeit, Stillstand.
- Die Inline-Anlage CQ-C9610 verbraucht laut Datenblatt 1,0–2,5 L Reiniger pro Stunde.
- Die Amortisationszeit folgt aus Verbrauch, Preis und Auslastung – nicht aus dem Kaufpreis allein.
- Ohne belastbare Auslastung gehört eine Spanne ins Rechenblatt, kein Punktwert.
- Für Einzelstück- und Reparaturbetriebe trägt die Rechnung die Entscheidung nicht.
Fünf Kostenpositionen bestimmen die Amortisation
Methode und Geltungsbereich: Der Beitrag rechnet mit Verbrauchs- und Leistungswerten aus den Datenblättern der Modelle CQ-C9610, CQ-C743, CQ-C756 und CQ-C760. Preise, Tarife und Abschreibungsmodelle setzt jeder Betrieb selbst ein; konkrete Beträge nennt der Artikel nicht. Messreihen an Kundenbaugruppen fließen nicht ein.
Die Amortisationszeit ist eine Division: Investition geteilt durch die jährliche Einsparung. Schwierig wird nicht der Zähler, sondern der Nenner. Er besteht aus fünf Positionen, und vier davon stehen in keinem Angebot.
Reinigungsmittel: Der Verbrauch nimmt mit der Zahl der Durchläufe und mit der Rückstandsmenge zu, nicht mit der Maschinengröße. Die Inline-Reinigungsanlage CQ-C9610 verbraucht laut Datenblatt 1,0–2,5 L pro Stunde. Dieser Wert hängt ab von der Rückstandsart auf der Baugruppe, vom Flussmitteltyp, von der Badstandzeit, von der Verschleppung in die Spülstufen und von der Konzentrationsführung. Wer nur mit dem unteren Wert rechnet, lässt im Budget den Anteil für schwer lösliche No-Clean-Rückstände weg.
VE-Wasser: Für die Spülstufen wird vollentsalztes Wasser gebraucht (VE-Wasser, also Wasser ohne gelöste Salze). Der Zulauf liegt bei 1,0 m³/h für die Inline-Anlage CQ-C9610 und bei 0,5 m³/h für die Kammeranlage CQ-C743. Bei der Inline-Anlage CQ-C9610 liegt der Durchfluss im Spülbetrieb bei 10–16 L/min. Dieser Wert hängt ab von der Zahl der Spülstufen, von der Verschleppung aus der Waschstufe, von der Regelung der Nachspeisung, von der Standzeit der Filterkartuschen und von der Leitfähigkeit am Ende der Kette. Der VE-Wasser-Verbrauch steigt mit jedem zusätzlichen Durchlauf linear.
Energie: Die Anschlussleistung unterscheidet die Bauformen deutlicher als der Platzbedarf: rund 0,9 kW bei der Bürstenmaschine CQ-C760, 27 kW bei der Vorrichtungsreinigung CQ-C756, 28 kW bei der Kammeranlage CQ-C743 und rund 130 kW bei der Inline-Anlage CQ-C9610. Die Anschlussleistung ist nicht der Verbrauch. Dieser Wert hängt ab von der Aufheizphase am Schichtbeginn, von der Taktzeit, vom Schichtmodell, von der Auslastung der Linie und davon, ob die Trocknung im Leerlauf durchläuft. Eine Anlage im Einschichtbetrieb verbraucht weniger, als ihr Anschlusswert nahelegt, und mehr als die reine Prozesszeit.
Rüst- und Personalzeit: Personal wird an unterschiedlichen Stellen gebunden: am Korb beim Beladen, an der Kette beim Bestücken, beim Umrüsten auf jede Baugruppenvariante und an der Sichtprüfung danach. Dieser Wert hängt ab von der Variantenzahl pro Schicht, von der Rüstzeit zwischen zwei Baugruppen, vom Automatisierungsgrad der Beladung und von der Frage, ob die Reinigung in die Linie getaktet ist oder als eigener Vorgang läuft. Diese Position wird in Investitionsrechnungen regelmäßig zu niedrig angesetzt, weil sie in keiner Spezifikation steht.
Stillstand und Wartung: Filter, Düsen, Badwechsel und Ersatzteile verursachen keine großen Einzelbeträge, treten aber zeitlich vorhersehbar auf. Die Kammeranlage CQ-C743 arbeitet mit einer Filtration von 0,45 µm für Chemie und VE-Wasser; die Vorrichtungsreinigung CQ-C756 arbeitet mit einem 60-L-Tank und ist für eine Korblast von bis zu 100 kg ausgelegt. Dieser Wert hängt ab von der Beladungshäufigkeit, von der Rückstandsmenge, von der Standzeit des Bades und von der Wartungsstrategie – geplant am Wochenende oder ungeplant in der Schicht. Ungeplante Stillstände gehören mit dem Stundensatz der Linie in die Rechnung, nicht mit dem Ersatzteilpreis.
| Kostenposition | Was das Datenblatt liefert | Was nur Sie liefern | Typischer Fehler in der Rechnung |
|---|---|---|---|
| Reinigungsmittel | Verbrauch pro Stunde bei Nennlast (CQ-C9610: 1,0–2,5 L/h) | Flussmitteltyp, Rückstandsmenge, Konzentrationsführung | nur der untere Verbrauchswert angesetzt |
| VE-Wasser | Zulaufmenge und Qualität (1,0 m³/h bzw. 0,5 m³/h; >15 MΩ) | Zahl der Spülstufen, Verschleppung, Wasserpreis am Standort | Zulaufmenge mit Prozesszeit verwechselt |
| Energie | Anschlussleistung je Bauform (0,9 kW bis 130 kW) | Aufheizphasen, Taktzeit, Schichtmodell, lokaler Stromtarif | Anschlusswert als Dauerleistung gerechnet |
| Rüst- und Personalzeit | Automatisierungsgrad, maximale Werkstückgröße, Programmspeicher | Variantenzahl, Rüstzeiten, Personalkosten | Position fehlt vollständig |
| Stillstand und Wartung | Filterfeinheit, Tankvolumen, Traglast, Wartungspunkte | Beladungshäufigkeit, Stundensatz der Linie | Ersatzteilkosten statt Stillstandskosten gerechnet |
Quelle: Datenblätter der Modelle CQ-C9610, CQ-C743, CQ-C756 und CQ-C760 auf chuangqitech.com, Stand Oktober 2026.
Der Rechenweg bleibt in vier Schritten überschaubar:
- Kosten pro gereinigter Baugruppe erfassen – vor der Umstellung, mit Ihren Werten für Reiniger, Wasser, Strom, Zeit und Ausschuss.
- Verbrauchsseite der Anlage einsetzen – aus dem Datenblatt, mit einer Spanne zwischen unterem und oberem Wert.
- Jahresstückzahl festlegen – aus dem Absatzplan, nicht aus der Anlagenkapazität.
- Investition ins Verhältnis setzen – Amortisationszeit = Investition geteilt durch jährliche Einsparung, beide Seiten mit denselben Randbedingungen.
Diese Angaben gehören in jede Rechnung, unabhängig von der Bauform:
- Nutzengröße und bestückte Seite
- Baugruppen pro Schicht
- größte Bauteilhöhe
- Flussmitteltyp
- Rückstandsart
- Wartezeit bis zur Reinigung
- Reinigerkonzentration
- Badstandzeit
- Zahl der Spülstufen
- Leitfähigkeit der letzten Spülstufe
- Trocknungsdauer
- Auslastungsgrad der Linie
Grenzen der Rechnung und die Gegenprobe
Datenblattwerte gelten unter Nennlast. Sie beschreiben die Maschine, nicht Ihre Mischung aus Baugruppen, Flussmitteln und Schichtmodellen. Wer nur mit ihnen rechnet, bekommt eine Zahl, die auf dem Papier konsistent ist und in der Fertigung nicht wieder auftaucht.
| Rechnung mit Datenblattwerten | Rechnung mit eigenen Messwerten | |
|---|---|---|
| Abgedeckt | Vergleich der Bauformen unter gleichen Randbedingungen (0,9 kW bis 130 kW Anschlussleistung; 0,5 bzw. 1,0 m³/h VE-Zulauf); Vorprüfung, ob eine Bauform überhaupt in Frage kommt | Abbildung Ihrer Baugruppen, Flussmittel und Schichtmodelle; belastbare Grundlage für die Investitionsentscheidung |
| Grenzen | Gilt unter Nennlast und nicht für Ihre Mischung; Verbrauchsangaben ersetzen keine Messung; die Investitionsseite nennt das Datenblatt nicht | Bindet Zeit für Zählung und Messung; bei kleiner Stückzahl ist die Messunsicherheit größer als der Unterschied zwischen zwei Bauformen |
Quelle: Verbrauchs- und Leistungswerte aus den Datenblättern auf chuangqitech.com; Umfang der Messung nach eigenem Prüfplan.
Fünf Fragen, die die Rechnung vor der Entscheidung belastbar machen:
- Zählen Sie Ihre Baugruppen pro Schicht – oder schätzen Sie die Zahl?
- Rechnen Sie den Anschlusswert als Dauerleistung oder mit realen Aufheiz- und Leerlaufzeiten?
- Steht die Rüstzeit zwischen zwei Varianten im Rechenblatt?
- Setzen Sie für ungeplante Stillstände den Stundensatz der Linie an oder den Ersatzteilpreis?
- Rechnen Sie mit einer Spanne, wenn die Auslastung über das Jahr schwankt?
Nicht geeignet für: Diese Systematik passt nicht zum Einzelstück- und Reparaturbetrieb mit kaum planbarer Stückzahl – dort bleiben die Kosten pro Baugruppe eine Momentaufnahme. Sie passt ebenso wenig, wenn eine Anlage nur wenige Male im Monat läuft: Dann dominiert die Investition so stark, dass der Verbrauch die Entscheidung nicht mehr trägt. Und sie ersetzt keine Angebotssumme; die Investitionsseite kommt aus dem Angebot, nicht aus diesem Artikel.
Zum Lieferprogramm gehören wässrige Reinigungslinien – von der industriellen Reinigungsanlage für die Elektronikfertigung bis zur Lösung für kleine Serien. Ein Angebot erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden. Dafür genügen Angaben zu Baugruppe, Stückzahl pro Schicht und Reinheitsanforderung; senden Sie sie über das Angebotsformular für Reinigungsanlagen. Alle Reinigungsanlagen für Leiterplatten stehen dort mit ihren Datenblättern.
Häufige Fragen
Was gehört alles in die Amortisationsrechnung einer Reinigungsanlage?
Fünf Positionen: Reinigungsmittel, VE-Wasser, Energie, Rüst- und Personalzeit sowie Stillstand und Wartung. Auf der anderen Seite steht die Investition. Einsparungen entstehen dort, wo diese Positionen vor der Umstellung höher lagen – bei manueller Reinigung, bei Ausschuss oder bei Nacharbeit.
Wie lange dauert es, bis sich eine Reinigungsanlage rechnet?
Das lässt sich nicht allgemein beantworten, weil Zähler und Nenner betriebsindividuell sind. Die Amortisationszeit ist die Investition geteilt durch die jährliche Einsparung. CHUANGQI nennt deshalb keine Preise, sondern die Verbrauchsseite der Maschine; den Zähler setzen Sie aus Ihrem Angebot ein, den Nenner aus Ihren Stückzahlen.
Welche Verbrauchswerte liefert das Datenblatt – und welche nicht?
Das Datenblatt liefert Verbrauch pro Stunde, Anschlussleistung, Zulaufmengen, Qualitätswerte und die Trocknungstemperatur. Es liefert nicht Ihre Flussmittel, Ihre Rückstandsmengen, Ihre Variantenzahl und Ihre Schichtmodelle. Die erste Gruppe ersetzt keine Messung, die zweite ist ohne Messung nicht zu bekommen.
Wie gehe ich mit schwankender Auslastung um?
Rechnen Sie mit einer Spanne statt mit einem Punktwert. Zwei Durchläufe pro Schicht und eine Schicht pro Woche ergeben eine andere Amortisationszeit als dreischichtiger Betrieb. Nennen Sie in der Vorlage beide Enden und die Annahme dazwischen; eine Zahl ohne benannte Auslastung ist in der Diskussion nicht haltbar.
Für welche Betriebe ist die Rechnung nicht sinnvoll?
Für Einzelstück- und Reparaturbetriebe mit kaum planbarer Stückzahl sowie für Betriebe, die eine Anlage nur wenige Male im Monat einsetzen. Dort steht die Investition so stark im Vordergrund, dass die Verbrauchsdaten die Entscheidung nicht tragen.